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AG Trikuspidalklappe

Prof. Dr. Marc Ulrich Becher

Die Prävalenz der Trikuspidalklappeninsuffizienz ist altersabhängig und beträgt bis zu 25% im Alter >70 Jahren. Eine primäre Trikuspidalklappen-insuffizienz ist relativ selten. Deutlich häufiger ist die sekundäre Trikuspidalklappeninsuffizienz. Hierbei kommt es aufgrund einer chronischen linkskardialen Grunderkrankung mit konsekutiver Druckbelastung des rechten Ventrikels und nachfolgender Dilatation des Trikuspidalklappenringes zu einer Malkoaptation der Trikuspidalklappensegel, die zur Undichtigkeit der Klappe führt. Eine leichtgradige Trikuspidalklappeninsuffizienz bleibt bei den meisten Patienten asymptomatisch. Bei zunehmender Insuffizienz klagen die Patienten über Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Leistungsminderung. Klinisch finden sich Zeichen einer Rechtsherzbelastung mit Beinödemen, Anasarka, Aszites und auffälligem systolischen Jugularvenenpuls. Eine rein medikamentöse Therapie führt langfristig nicht zu einer ausreichenden oder anhaltenden Verbesserung der klinischen Symptome. Eine kausale medikamentöse Therapie existiert nicht. Lediglich diuretisch wirksame Medikamente können durch entsprechende Vorlastsenkung zu einer (zeitweisen) Verbesserung der Symptome führen. Eine isolierte Operation der Trikuspidalklappe mit einer Rekonstruktion wird selten allein durchgeführt bzw. ist meist Bestandteil eines kombinierten Klappeneingriffes. Mittlerweile ist es auch möglich, bei Patienten, die nicht operiert werden können, einen kathetergestützten Eingriff mit dem MitraClip-Verfahren durchzuführen. Andere Systeme hiefür stehen vor der klinischen Markteinführung. Thematische Schwerpunkte Prädiktion eines guten prozeduralen Outcomes mittels echokardiographischer sowie CT-morphologischer Prädiktoren Technische Prozessdurchführung (z.B. resultierende hämodynamische Veränderungen) Prognoseabschätzung (peri- und postprozedurale Komplikationen, u.a.).

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