Prof. Sebastian Zimmer, PD Dr. Alexander Sedaghat
Mit einer Prävalenz von bis zu 7%% gehört die Aortenklappenstenose zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen bei Patienten > 75 Jahre. Oft werden die Patienten erst nach Auftreten erster Symptome (Schwindel, Synkopen, Dyspnoe, u.a.), also im fortgeschrittenen Stadium, auf ihre Erkrankung aufmerksam. Früher stellte der konventionell-chirurgische Aortenklappenersatz die einzige Therapieoption für Patienten mit schwerer symptomatischer Aortenklappenstenose dar, so dass viele Patienten aufgrund von Begleiterkankungen und/oder Alter nicht behandelt wurden. Seit 2002 erlaubt der kathetergestützte Aortenklappenersatz (transcatheter aortic valve implantation, TAVI) bei Patienten mit hohem und mittlerweile auch intermediärem Risiko für eine offene Herz-OP den Ersatz der Aortenklappe durch eine biologische Prothese ohne offene Operation über die Blutgefäße (primär transfemoral). Auf diesem Gebiet forschen wir seit einigen Jahren sehr erfolgreich und haben mit Publikationen in international renommierten Fachzeitschriften dazu beitragen können, die Prozedur weiter zu verbessern. Thematische Schwerpunkte Pathophysiologie nach kathetergestütztem Aortenklappenersatz Patientenselektion (Risikoscores, Biomarker) Optimale Behandlung kardiovaskulärer Begleiterkrankungen (koronare Herzerkrankung, Vorhofflimmern, periphere arterielle Verschlusskrankheit, u.a.) Vergleich der Aortenklappenprothesen (individualisierte Therapie) Hämodynamische Messungen (Entwicklung des „aortic regurgitation index“) Prognoseabschätzung (z.B. peri- und postprozedurale Komplikationen).
Mehr Informationen: hier
