Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Phys. Christoph Bourauel
Implantologie und Prothetik in der Oralmedizinischen Technologie, Werkstoffkunde
<div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Die AG Implantologie in der Oralmedizinischen Technologie beschäftigt sich mit den biomechanischen Aspekten von Dentalimplantaten. Dazu werden diese Implantate mit experimentellen Methoden in verschiedenen, zum Teil selbstentwickelten Messaufbauten (zum Beispiel im Hexapod-Mess-System HexMeS) untersucht sowie mit numerischen Methoden am Computer analysiert.</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Dabei sind das biomechanische Verhalten des Verbundes Knochen/Implantat sowie die Spannungsverteilungen im Implantat, in den Aufbauten sowie im umgebenden Hart- und Weichgewebe von Interesse. Besonders der Einfluss von Veränderungen der Implantatgeometrie auf die Belastung von Implantat und Knochen können hierbei durch die Verwendung der Finite-Elemente-Methode untersucht werden.</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Des Weiteren wird auch der Einfluss der Osseointegration auf das biomechanische Verhalten der Implantate untersucht. Auch der Knochenumbau in der Umgebung des Knochens wird untersucht, wobei auch selbst entwickelte Algorithmen zur Simulation des Knochenumbaus während der Lebensdauer des Implantates verwendet werden.</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left"></div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Die AG Prothetik in der Oralmedizinischen Technologie beschäftigt sich mit der Untersuchung biomechanischer und werkstoffwissenschaftlicher Aspekte von prothetischen Versorgungen. Auch diese Arbeitsgruppe verwendet für ihre Untersuchungen kombinierte experimentelle und numerische Methoden.</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Diese Untersuchungen umfassen zum Teil einzelne Konstruktionselemente der zahnärztlichen Prothetik, wie zum Beispiel Teleskopkronen (siehe Abbildungen rechts). Experimentelle werkstoffwissenschaftliche Untersuchungen umfassen dabei statische Belastungsgrenzen, Dauerlastfestigkeit und (Mikro-)Beweglichkeit der untersuchten Präparate sowie die Untersuchung von Oberflächenveränderungen, die durch diese Belastungen ausgelöst wurden. Auch chemische Analysen von Spül- und Immersionslösungen, die bei diesen Belastungstests anfallen, können durchgeführt werden, ebenso Korrosionsuntersuchungen und thermische Materialalterung. Begleitet werden diese Untersuchungen durch die numerische Modellierung, bei der gezielt einzelne Fertigungs- und Belastungsparameter, wie zum Beispiel die Wandstärke von Konstruktionselementen oder die Orientierung der Belastungsrichtung, variiert werden.</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Auch komplexe Modelle werden in diesen Untersuchungen berücksichtigt. So kann zum Beispiel der Einfluss von Designvariationen von Verankerungselementen auf die biomechanische Lastverteilung in allen beteiligten Strukturen, wie der Mundschleimhaut, des kortikalen und spongiösen Knochens, eventuell vorhandener Restbezahnung und des Parodontalligaments sowie der vollständigen Prothese, untersucht werden.</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left"></div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Die AG Werkstoffkunde umfasst insbesondere das frühere Labor für Experimentelle Kieferorthopädie sowie das Werkstoffkundelabor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffwissenschaften, das seit Anfang 2011 von der Oralmedizinischen Technologie im Wesentlichen mitbetreut wird. Weiterhin betreut die Oralmedizinische Technologie mehrere Großgeräte des Zentrums, wie z.B. das Rasterelektronenmikroskop oder die Werkstoffprüfmaschine</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left"></div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Wissenschaftliche Hauptaufgaben der AG sind Werkstoffprüfungen dentaler Konstruktionselemente, wie z.B. Korrosionsprüfungen an kieferorthopädischen Brackets und Drähten (nach ISO 10271) oder Dauerbelastungsuntersuchungen an verschiedenen dentalen Implantat/Abutment-Systemen nach DIN EN ISO 14801.</div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left"></div> <div class="ewa-rteLine" style="text-align: left">Weiterhin stehen einige selbstentwickelte Prüfmaschinen zur Verfügung, mit denen Verschleißuntersuchungen an prothetischen Halteelementen durchgeführt werden können.</div>
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