Dr. Christopher Gestrich
Herzrhythmusstörungen sind häufige Erkrankungen in der Kardiologie. Unterschieden werden langsame Herzrhythmusstörungen (Bradykardien) sowie schnelle Herzrhythmusstörungen (Tachykardien). Bei Bradykardien, die lebensbedrohlich sind und/oder Symptome verursachen, werden Herzschrittmacher eingesetzt. Bei bösartigen Tachykardien aus den Herzkammern werden Defibrillatoren (ICDs) eingesetzt. Diese enthalten immer auch einen Herzschrittmacher. Ferner erhalten Patienten mit schwerer Pumpschwäche des Herzens ebenfalls einen ICD, da diese Patienten ein hohes Risiko für einen plötzlichen Herztod bedingt durch Kammerrhythmusstörungen aufweisen. Ist ein solches Risiko nur für eine beschränkte Zeit erhöht, so können Patient*innen mit einer Defibrillator-Weste vorübergehend geschützt werden. Bei ausgewählten Patienten mit Herzschwäche kann ein sogenannter 3-Kammerschrittmacher (CRT) nicht nur vor Herzrhythmusstörungen schützen, sondern zusätzlich auch die Pumpkraft des Herzens verbessern und die Beschwerden lindern. Mittlerweile gibt es alle Systeme auch MRT-tauglich. Seit kurzem sind Schrittmachersysteme ohne Sonden verfügbar sowie ICDs ohne Sonde im Herzen. Die klinische Forschung hilft dabei zu verstehen, welche Patienten von verschiedenen Schrittmachersystemen und Defibrillatorsystemen profitieren. Dabei wird insbesondere die Rolle von systemischer Entzündung untersucht. Weitere Schwerpunkte sind die Analysen MRT fähiger Geräte im Alltag sowie Studien innovativer Techniken wie Sonden-losen Schrittmachern. Wir führen eigen-initiierte Studien durch und beteiligen uns an großen internationalen Studien. Thematische Schwerpunkte Leadless Schrittmacher (Schrittmacher ohne Sonden) Subkutane Defibrillatoren MRT fähige Geräte CRT Optimierung CCM (Kardiale Kontraktionsmodulation bei Herzschwäche) Identifizierung von Prädiktoren für Kammerrhythmusstörungen Analyse der Rolle systemischer Entzündung bei CRT Patienten Anwendung der tragbaren Defibrillator-Weste im Alltag
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