Prof. Dr. Wiebke Kristin Fenske
Ein Hauptinteresse unserer Forschung ist ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Umweltfaktoren und Lebensstil (wie zirkadiane Rhythmen, Hell-Dunkel-Zyklen, Stress, Ernährung, Xenobiotika, bariatrische Chirurgie etc.) auf die menschliche Physiologie und die sensorischen Mechanismen, durch die der menschliche Körper auf Veränderungen der Umweltbedingungen reagiert. Unser besonderes Interesse gilt dem Zusammenspiel zwischen dem Darmmikrobiom, dem Immunsystem und deren Interaktion mit dem zentralen Nervensystem als wahrnehmende Entitäten des menschlichen Organismus. Unsere Gruppe untersucht, wie Umweltfaktoren das interorgan-Signalnetzwerk regulieren, das als „Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse“ bezeichnet wird, um zu definieren, wie die gezielte Modulation der mikrobialen Zusammensetzung im Darm und deren metabolische Aktivität neuronale Schaltkreise beeinflusst, die die Energiehomöostase und die endokrine Funktion durch Auswirkungen auf die Energieaufnahme und deren Verbrennung im Fettgewebe steuern. An der Schnittstelle zwischen Grundlagen- und klinischer Forschung verfolgen wir einen interdisziplinären Ansatz, der Zellkultur, präklinische und klinische Modelle kombiniert, um einen ganzheitlichen Blick auf die molekularen und zellulären Prozesse der Darm-Hirn-Achse zu gewinnen, die die endokrine und metabolische Gesundheit prägen. Unser Labor nutzt einen integrierten physiologischen Ansatz, der stark auf detaillierte in vivo-Phänotypisierung genetisch und nicht genetisch veränderter Organismen angewiesen ist. Zusammen mit einem Systems-Biology-Ansatz, der integrierte Multi-Omics-Analysen mit modernen molekularen Zellbiologie-Werkzeugen koppelt, ermöglicht es uns, metabolische Netzwerke zu identifizieren, die für metabolische Erkrankungen relevant sind, und die Ergebnisse in potenzielle neue therapeutische Zielstrukturen für Fettleibigkeit und verwandte endokrine Erkrankungen zu übersetzen.
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