Prof. Dr. Andreas Forstner
Brain Genomics, ACE-Hemmer/ Angiotensin-Rezeptor-Blocker induziertes Angioödem
Der Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitsgruppe ist die Analyse des Beitrags von genomischen Faktoren zur Variabilität der Struktur und Funktion des menschlichen Gehirns. Hierzu führen wir integrative Analysen von genomischen und weiteren Omics-Daten mit Daten zur Hirnstruktur und -funktion durch. Für die Generierung der Omics-Daten werden innovative molekulargenetische Methoden und Technologien verwendet, die das gesamte Spektrum genomischer und genomisch-funktioneller Varianz abdecken. Einen besonderen Fokus stellt zudem die kombinierte Analyse der molekularbiologischen Daten mit neuesten zytoarchitektonischen Daten und Daten aus Bildgebungsatlanten (z. B. Julich-Brain Atlas, Amunts et al., 2020) dar. ACE-Hemmer/ Angiotensin-Rezeptor-Blocker induziertes Angioödem Die vARIANCE Studie ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Studie hat das Ziel, die genetischen und nicht-genetischen Risikofaktoren des durch ACE-Hemmer und Sartane induzierten Angioödems aufzuklären. Dadurch sollen auch die ursächlichen biologischen Mechanismen und deren Zusammenspiel mit persönlichen Lebensstilfaktoren und/ oder Umgebungsfaktoren besser verstanden werden. In der Studie werden wir das Erbmaterial (DNA) von betroffenen Patienten durch den Einsatz modernster molekulargenetischer Analysemethoden untersuchen. Dadurch erhoffen wir uns Gene zu identifizieren, die ursächlich an dem Auftreten von Angioödemen beteiligt sind. Da einzelne Gene bestimmte Funktionen im Stoffwechsel steuern, lassen sich durch die Kenntnis der beteiligten Gene die biologischen Mechanismen schrittweise weiter aufklären. Genomik von Verhalten und psychischen Störungen Die Arbeitsgruppe „Genomik von Verhalten und psychischen Störungen“ beschäftigt sich mit der Aufklärung der biologischen Grundlagen im Bereich der psychischen Gesundheit – von „normalen“, physiologischen Verhaltensphänotypen (z. B. subjektivem Wohlbefinden oder Schulbildung) bis hin zu neuropsychiatrischen Erkrankungen. Unser Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung der molekularen Ursachen von affektiven Störungen (Depression, bipolare Störung), Angsterkrankungen (Panikstörung, soziale Phobie) und Psychosen (Schizophrenie). Ein besseres Verständnis der biologischen Grundlagen dieser Erkrankungen wird dabei langfristig zur Entwicklung neuer Therapieansätze und diagnostischer Konzepte beitragen.
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