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AG Fröhlich

Dr. Laura Fröhlich

Elektrisch-vestibuläre Kostimulation durch Cochleaimplantate

Elektrisch-vestibuläre Kostimulation durch Cochleaimplantate Im letzten Jahrzehnt wurden auf der Grundlage von Cochleaimplantaten (CI) Prototypen für die Rehabilitation von Patienten mit bilateralem Vestibularisausfall entwickelt – die Vestibularisimplantate. Ein Vestibularisausfall führt zu chronischer Instabilität verbunden mit einem erhöhten Sturzrisiko. Bei der Vestibularisimplantat-Entwicklung standen vor allem die Implantation der Bogengänge und die Wiederherstellung des vestibulookulären Reflexes (VOR) im Vordergrund, wohingegen die für die posturale Kontrolle (Kontrolle von Stand und Gang) äußerst wichtige Otolithenfunktion und ihre Rehabilitation durch elektrische Stimulation bisher wenig erforscht ist. Neben der elektrischen vestibulären Stimulation durch Vestibularisimplantate besteht auch die Möglichkeit der vestibulären Kostimulation durch ein CI, welches klinisch durch die Ableitung elektrisch ausgelöster vestibulär evozierter myogener Potentiale (e-VEMPs) nachgewiesen werden kann. Bisher ist allerdings unbekannt, welchen Einfluss diese auf die posturale Kontrolle hat. Insbesondere bei einer Otolithen-Schädigung infolge der CI-Operation selbst wäre die Möglichkeit der vestibulären CI-Kostimulation eine wichtige Möglichkeit, um das Gleichgewicht zu verbessern und das Sturzrisiko zu reduzieren. Hierdurch könnte eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen erreicht werden. In dieser Studie soll daher der Einfluss der elektrischen vestibulären CI Kostimulation auf das Gleichgewicht untersucht werden.

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