Dr. Nils Gassen
Neurohomöostase
Einer der Kernziele der Forschungsgruppe ist es, in enger Zusammenarbeit mit Psychiatern und Psychologen, einen kausalen Zusammenhang zwischen den aus der Klinik resultierenden Beobachtungen und molekularbiologischen, zellulären Prozessen herzustellen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen im Weiteren dafür angewendet werden gezieltere Diagnosen und maßgeschneiderte Therapien zu entwickeln. Somit werden Fragestellungen aus der Klinik und Biomarkerstudien aufgenommen, entsprechende Arbeitsmodelle erstellt und molekularbiologisch, biochemisch, zellulär und funktionell erforscht. Thematischer Fokus dieser interdisziplinär ausgerichteten Gruppe ist die Suche und Erforschung von Mechanismen, die für den Erhalt der neuronalen und synaptischen Homöostase von Relevanz sind. Dies beinhaltet verschiedene zelluläre Vorgänge: Autophagie (selektive und nicht-selektive Autophagie), lysosomale Abbaumechanismen, proteasomaler Abbau, molekulare Chaperone. Mit interdisziplinären Projektansätzen und einem breiten Methodenspektrum beantworten wir Fragestellungen der Psychiatrie, um zelluläre Vorgänge in Physiologie und Pathophysiologie zu entschlüsseln. Ein besonderes Interesse gilt hierbei folgenden psychiatrischen Krankheitsbildern: Stress-assoziierte Erkrankungen (Depression, Angst, Trauma), Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS), Psychopharmakologie, Alternative Therapiemöglichkeiten (EKT, VNS, Sport, Ernährung), Komorbiditäten (Metabolismus, Immunsystem, Pathogenabwehr).
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