Prof. Dr. Christian Kurts
Wir interessieren uns für die Erforschung immunvermittelter Erkrankungen und für Strategien zur Überwachung und therapeutischen Beeinflussung des Gleichgewichts zwischen Immunität und Toleranz. Wir konzentrieren uns dabei auf drei Hauptthemen: Die Rolle dendritischer Zellen bei Gewebeentzündungen, insbesondere im Urogenitaltrakt Periphere Immuntoleranz gegenüber Selbstantigenen Die Rolle zytotoxischer CD8+ T-Zellen bei Virusinfektionen und Tumorimmunität Dendritische Zellen (DCs) aktivieren T-Lymphozyten (= T-Zellen), die unseren Körper vor Infektionen mit Mikroben schützen. DCs sammeln Antigene in verschiedenen Geweben, wandern zu Lymphknoten und aktivieren dort die T-Zellen. Die T-Zellen dringen dann in verschiedene Gewebe ein, um Mikroben zu bekämpfen. DCs können auch Autoantigene präsentieren, was jedoch normalerweise zu einer Immuntoleranz führt, indem potenziell schädliche T-Zellen eliminiert oder regulatorische T-Zellen induziert werden, die schädliche T-Zellen unterdrücken. Wenn eine solche periphere Immuntoleranz versagt, kommt es zu Autoimmunerkrankungen wie Typ-I-Diabetes mellitus, Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis oder Glomerulonephritis. Wir wenden verschiedene Techniken wie In-vivo-Modelle für diese Erkrankungen, zellspezifische Knockouts, genetischen In-vivo-Knockdown, metabolomische Analyse, Einzelzellsequenzierung und Multicolor-Durchflusszytometrie sowie Histologie an, um die Immunpathophysiologie zu verstehen.
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