PD Dr. Pitt Niehusmann
Epilepsie ist eine der häufigsten primären Hirnerkrankungen. Bei vielen Patienten ist die Ursache der Epilepsie immer noch rätselhaft. In den letzten Jahren wurde die limbische Enzephalitis (LE) bei einer deutlich höheren Zahl von Patienten diagnostiziert. Während die paraneoplastische LE seit vielen Jahren eine bekannte Erkrankung ist, die Patienten mit einem peripheren Tumor betrifft, stellt die nicht-paraneoplastische LE ein neu identifiziertes Syndrom dar, das bevorzugt gesunde Erwachsene betrifft. Klinisch zeigen Patienten mit nicht-paraneoplastischer LE häufig eine plötzlich auftretende Schläfenlappenepilepsie, die mit einer schweren Beeinträchtigung des episodischen Gedächtnisses einhergeht. Das Syndrom ist durch Antikörper gegen neuronale Antigene gekennzeichnet. Über die Ätiopathogenese dieses Syndroms ist jedoch nur wenig bekannt. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Analyse einer möglichen Rolle neurotropher Virusinfektionen im Zusammenhang mit nicht-paraneoplastischer LE und anderen fokalen Epilepsiesyndromen sowie auf der Identifizierung neuer Autoantikörper und ihrer neuronalen Zielstrukturen.
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