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AG Stope

PD Dr. Dr. Matthias Stope

Translationale experimentelle Forschung

Die Schwerpunkte der Forschung lassen sich in drei zentrale Kategorien unterteilen: Nicht-Invasives Physikalisches Plasma (NIPP), Lasertherapie sowie Progressions- und Resistenzfaktoren. Ein zentraler Forschungsbereich ist die Anwendung von Nicht-Invasivem Physikalischem Plasma (NIPP), einer Technologie, bei der Plasmen in nicht-invasiver Weise verwendet werden, um zelluläre Prozesse zu beeinflussen. Diese Technologie nutzt die physikalischen Eigenschaften des Plasmas, um Tumorzellen gezielt zu modulieren, indem sie etwa Zellstresseffekte auslöst oder die Zellmembranen durchlässiger für therapeutische Substanzen macht. Ziel dieser Forschungen ist es, die Tumorzellen durch physikalische Plasmaanwendung empfindlicher für Behandlungen zu machen oder deren Tumorprogression zu hemmen. Neben der NIPP-Technologie wird auch die Lasertherapie als weiteres therapeutisches Verfahren untersucht. Hierbei wird analysiert, wie verschiedene Laserbehandlungen die Tumorzellen beeinflussen und welche molekularen Signalwege durch den Einsatz von Lasern aktiviert oder gehemmt werden. Diese Therapieform könnte zukünftig eine ergänzende Behandlungsoption für gynäkologische Tumoren darstellen. Ein weiterer bedeutender Schwerpunkt der Forschung liegt auf den Progressions- und Resistenzfaktoren, die die Entstehung und das Fortschreiten von gynäkologischen Tumoren beeinflussen. Hierbei werden insbesondere Hitzeschockproteine (HSPs) und Mikro-RNAs (miRNAs) untersucht. Hitzeschockproteine spielen eine wichtige Rolle in der Stressantwort von Zellen und tragen dazu bei, das Überleben von Tumorzellen zu sichern, insbesondere unter ungünstigen Bedingungen wie denen, die während der Tumorprogression auftreten. Die Forschungsgruppe untersucht, wie HSPs das Überleben und die Resistenzen der Tumorzellen unterstützen und welche therapeutischen Ansätze entwickelt werden könnten, um deren Funktion zu modulieren. Zusätzlich wird die Rolle von Mikro-RNAs (miRNAs) in der Tumorprogression erforscht. Mikro-RNAs sind kleine nicht-kodierende RNA-Moleküle, die in der Genregulation eine entscheidende Rolle spielen und Zellprozesse wie Wachstum, Differenzierung und Apoptose steuern. Die Gruppe analysiert, wie spezifische miRNAs zur Tumorentwicklung beitragen und inwiefern sie als Biomarker oder therapeutische Zielstrukturen genutzt werden können, um gynäkologische Tumoren gezielt zu behandeln.

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