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AG Vilz

Prof. Dr. Tim Vilz

Perioperative Pathophysiologie

Stand der Forschung Der postoperative Ileus (POI), eine häufige Komplikation nach viszeralchirurgischen Eingriffen, stellt sich klinisch durch eine verzögerte Magen-Darm-Passage mit Übelkeit, Erbrechen, Stuhlverhalt und Atemfunktionsstörungen bis hin zum Multiorganversagen dar. Frühere Studien im Tiermodell konnten zeigen, dass residente Makrophagen der Muscularis externa eine inflammatorische Kaskade initiieren, die sich auch bei einem lokalen Trauma via spezifischer Th1-Lymphozyten über den gesamten Gastrointestinaltrakt ausbreitet und in einer Entzündung der Darmwand mit Motilitätsstörung resultiert. Bis heute ist eine Vorhersage, ob und in welchem Ausmaß ein Patient im postoperativen Verlauf einen POI entwickeln wird, nicht möglich. Ebenso fehlen, mit Ausnahme zeit- und personalaufwendiger perioperativer ERAS-Programme („enhanced recovery after surgery“, Fast Track Chirurgie), evidenzbasierte Maßnahmen zur Prophylaxe oder Therapie der intestinalen Motilitätsstörung. Unser Ziel ist es, die aus der grundlagenwissenschaftlichen Forschung gewonnenen Erkenntnisse über den postoperativen Ileus im Sinne der translationalen Medizin in die Klinik zu überführen.

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