4. vorklinisches Semester

Bald ist es geschaff! Das Physikum rückt näher.
Da aller guten Dinge bekanntlich, äh, vier ist, gibt’s zum Abschluss nochmal die bekannte Fächerliste.
Viel Erfolg, und viel Spaß in der Klinik

 

Integrierte Seminare

In den integrierten Seminaren sollen ausgewählte Lerninhalte der Vorklinik aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der großen Fächer mit klinischen Bezügen unterrichtet werden. In den Seminaren erzählen je ein Anatom, ein Biochemiker oder Physiologe und ein Kliniker ihre Perspektive über eine bestimmte Thematik. z.B. eine Krankheit.
Bisher wurden die Seminare am Stück erteilt. Ab dem WS 07/08 wird der klinische teil jedoch extra erteilt. Außerdem werden die Seminare nur noch im im vierten Semester abgehalten. Das Wort „integriert“ ist vielleicht noch nicht ganz zutreffend für diese Lehrveranstaltung, dennoch sind die Veranstaltungen inhaltlich interessant.
Die Herstellung von klinischen Bezügen, nach den Zielen der neuen AO muss aber noch weiter ausgebaut werden.

 

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Psychologie

Alle Informationen zur medizinischen Psychologie findet ihr schon im „1. Semester“.

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Physiologie

Neben der Anatomie und der Biochemie stellt die Physiologie das dritte große naturwissenschaftliche Fach der Vorklinik dar. Es wird auch manchmal – aus der Perspektive einiger „Kliniker“ – als das Wichtigste dieser drei gehandelt: Ob Kreislaufregulation, EKG-Lesen oder Schmerzempfindung, viel von dem, das in der Physiologie behandelt wird, seien unverzichtbares Grundwissen für einige große klinische Fächer
Aus der Perspektive eines Vorklinikers lässt sich feststellen, dass die Physiologie in vielen Bereichen einen größeren, zusammenfassenden Überblick über die Dinge bietet, mit denen wir uns in den andern Fächern – mehr oder weniger begeistert – beschäftigt haben.
Um ein griffiges Beispiel zunennen: Die Muskelarbeit. Wo im Histo-Kurs Muskelfasern unters Mikroskop kamen, im Präpkurs säuberlich Faszien abgetrennt und in der Biochemie die Energieversorgung durch die famose Atmungskette besprochen wurden, wird jetzt in „Physio“ etwas von jedem genommen und in einen Zusammenhang gestellt. Das Ergebnis lässt sich folgendermaßen beschreiben: Etwas funktioneller und weniger speziell als die Anatomie und anschaulicher als die Biochemie. Konkret geht es jetzt darum, wie aus meinem (unbewussten) Bedürfnis, die Hand nach dem Glas mit erfrischendem Kölsch auszustrecken, eine Aktion entsteht; beginnend beim – wie auch immer motivierten – Handlungsimpuls bis hin zum Querbrückenzyklus in den Muskelfasern.
Entsprechend kann unter Umständen auf schon Bekanntes zurückgegriffen werden, vieles ist aber auch neu – die Schwierigkeit ist hier meistens weniger das Auswendiglernen denn erst mal das Verstehen verschiedener Vorgänge, das mindestens genauso viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Das Praktikum teilt sich in die eine Hälfte, die „animalische Physiologie“ und die andere, die „vegetative Physiologie“. Beide Praktikumsteile werden im neu eingerichteten Praktikumssaal der Neuen Anatomie absolviert. Es werden nebst dem Praktikum, dem eine separte Vorlesung vorausgeht, auch Vorlesungen angeboten, deren Besuch empfehlenswert ist: Vieles von dem, was hierzu hören ist, wollen die dozierenden Herren dann zu gegebenem Zeitpunkt von euch hören. Zudem werden in jedem Kurstag aus jeder Kleingruppe 2 Student/Innen über den Inhalt des Praktikums abgeprüft. Wer diese Prüfung nicht besteht, erhält automatisch einen Fehltermin. Achtung: in beiden Semestern gibt es zusammen nur einen Fehltermin, also seit besser vorbereitet. Die Vorlesung zu Beginn des Praktikums ist dafür sehr hilfreich.

 

Buch Tipps zum vierten Semester

Physiologie:
Klinke-Silbernagel, Schmidt-Thews und der Deetjen-Speckmann: Jedes Buch hat seine Vorzüge und Schwachstellen, in der Physiologie ist man sich wohl übereingekommen, dass sich 80 Prozent des Stoffes jeweils mit einem Buch abdecken lassen, die weiteren 20 Prozent an Information lassen sich dann vielleicht in dem anderen Werk finden oder aber auch in den Vorlesungen (!!!). Es reicht in der Regel nur eines dieser drei Bücher zu besitzen. Hinzugefügt sei, dass es bei einigen Themen nicht schadet auch mal in ein anderes Physio-Buch zu schauen, z.B. beim hoch beliebten Thema „Elektrophysiologie der Zelle“ ist das Kapitel der Herren Deetjen und Speckmann zu empfehlen. Allerdings gibt es Themen, die in anderen Büchern klarer dargestellt sind.

Der Taschenatlas der Physiologie bietet schnell und kompakten Überblick über den Stoff. Geheimtipp für kurzfristige Vorbereitungen und Schnellwiederhloung ist jedoch eindeutig das Kurzlehrbuch vom Thieme-Verlag.

Medizinische Psychologie und Soziologie:
Faller&Lang: Umfangreich und einprägsam stellt dieses Lehrbuch den Prüfungsrelevanten Stoff gezielt dar. Es wird von den Dozenten empfohlen und die Seminare sind stark an die Inhalte angelehnt. Was will man mehr?