3. klinische Semester

(Rot markiert sind Anmerkungen, die wir auf Wunsch des Fachbereichs Innere Medizin hinzugefügt haben.) 
Innere Medizin

Sowohl mit der praktischen Arbeit als auch mit dem Lernaufwand nimmt die Innere Medizin im dritten klinischen Semester wohl die meiste Zeit in Anspruch. Von den drei Wochen Block verbringt ihr jeweils eine Woche (Mo-Do) in den drei verschiedenen Kliniken: Kardiologie, Pneumologie und Angiologie (Med II), Hämatologie&Onkologie&Rheumatologie (Med III) und Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, NephrologieInfektiologie (Med I). Dort werdet ihr in gleichbleibenden 4er Gruppen auf die verschiedenen Stationen, und in der Kardiologie auch auf die unterschiedlichen Funktionsbereiche aufgeteilt. Dort verrichtet ihr täglich von 8 bis 11 Uhr die üblichen Aufgaben eines Blockpraktikanten, wie Blutabnehmen und Patientenaufnahmen. (Meistens wird jedoch die Anamnese geübt! Zwei Teams von euch bekommen in der Med II (gerade hier nicht – Med I und III verwirklichen dies eher) jeden Morgen einen neuen Patienten, den es zu Untersuchen und Diagnostizieren gilt. Danach folgt eine Besprechung des Patienten mit eurem Tutor.) In jeder Klinik ist euch in dieser Zeit also ein Tutor zur Seite gestellt, der, je nach Arbeitspensum und eigener Motivation, mal mehr, mal weniger Zeit für eure Betreuung hat. In der Med I werdet ihr auf den Stationen von Tutoren betreut; Donnerstags wird in den Funktionsbereichen unterrichtet. Auch in der Med III gibt es für euch Tutoren als Ansprechpartner sowie jeweils Dienstags ein zusätzliches Seminar.
Im Anschluss an den Unterricht in den drei Kliniken findet von 11 bis 12 Uhr ebenfalls täglich ein Seminar statt, in dem verschiedene Leitsymptome (z.B. Akutes Abdomen, Dyspnoe, Thoraxschmerz etc.) besprochen werden. Die Qualität des Blockpraktikums ist wie so oft stark vom jeweiligen Engagement und der Laune der Assistenzärzte sowie der aktuellen Belegung der Station abhängig, die Qualität des Seminars entsprechend von den referierenden Ärzten. Jedoch sind die Seminare des Blockpraktikums durchaus persönlich weiterbildend! Da es jeweils eine Klausur über das Praktikum und die Vorlesung gibt, soll das Seminar eigentlich zur gezielten Vorbereiten zumindest auf die Blockpraktikumsklausur dienen. Allerdings wird es diesem Anspruch nicht gerecht! Die Vorlesung wird je nach Thema von verschiedenen Professoren der drei Kliniken gehalten, meistens mit Patientenvorstellungen. Insgesamt sollte man bei der Vorbereitung auf die Klausuren eher auf ein Buch als auf Anwesenheit bei Seminar und Vorlesung zählen. Zum Einen kann der wirklich umfangreiche Stoff gar nicht in so kurzer Zeit abgedeckt werden, zum Anderen werdet ihr beim Kreuzen der Altklausuren feststellen, dass es immer noch irgendetwas zu fragen gibt, von dem ihr noch nie etwas gehört habt. Außer dem Blockpraktikum bietet die Innere noch weitere fakultativ ergänzende Lehrveranstaltungen, die dem Interessierten sehr zu empfehlen sind (vor allem auch die EKG Vorlesung Mittwochs im BMZ!). Weitere Veranstaltungen findet ihr im elektronischen Vorlesungsverzeichnis!

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Vorlesung
Diese findet einmal pro Woche statt. Anhand von mit Skizzen und Bilder nur so gespickten Präsentationen stellt Professor Bootz die häufigsten Krankheitsbilder vor. Professor Bootz ist wirklich sehr studentenfreundlich und eigentlich immer offen für alle möglichen fachlichen Fragen. Zur Klausurvorbereitung gibt es ein wirklich gutes (weil vollständiges) Skript in der Fachschaft zu kaufen. Hierin könnt ihr alle relevanten Themen nach Lokalisation geordnet nachlesen und lernen. Die Klausur ist schriftlich, also empfiehlt es sich nicht nur zu kreuzen, sondern sich auch schon die ein oder andere Formulierung parat zu legen!

Blockpraktikum 
Das Blockpraktikum umfasst eine Woche, in der je einen Tag Station, Ambulanz und OP und einer zum freien Wählen vorgesehen ist. Das tägliche Seminar findet um 8 Uhr, also vor der praktischen Arbeit, statt. Das Seminar ist Dank großen Engagements aller Referenten meist sehr interessant, gut strukturiert und wird sinnvoll durch Folien unterstützt. Die Ärzte sind durch die Bank sehr bemüht und versuchen so viel, wie möglich, zu erklären. Auch der OP-Tag ist sehr interessant, weil auch die Operateure viel erklären und ihre Tätigkeiten erläutern. Natürlich wurden auch verschiedene Fragen gestellt, allerdings in durchaus freundlicher Absicht und ohne Prüfungscharakter. Der Stationstag verläuft so ähnlich, wie der Ambulanztag, da auch hier verschiedene Patienten kurz untersucht werden. Alles in allem gehört dieses Blockpraktikum wohl zu den am besten organisierten, bei dem man sich willkommen fühlt und gut betreut wird.

Augenheilkunde

Vorlesung
Die Themenfolge war sinnvoll und im Gegensatz zu den Jahren davor nicht abgehoben. Die Grundlagen zu jedem Thema wurden ausreichend vermittelt, mit vielen Bildern, die dabei halfen eine Vorstellung der Krankheit zu bekommen. Die Dozenten waren sehr freundlich und gingen gerne auf Nachfragen ein.

Blockpraktikum
Auch im Praktikum der Augenheilkunde ist für jeden Tag nach einer Stunde Einführungsseminar ein anderes Gebiet vorgesehen. In 2er-Grüppchen besucht ihr jeweils einen Tag lang die Sehschule, die Station, die Ambulanz und den OP. Auch hier ist die Qualität stark vom Assistenzarzt und den jeweiligen Patienten abhängig. An manchen Tagen jagt ein interessanter Fall den nächsten, an anderen kommen gefühlte 1000 Patienten mit trockenen Augen und verschlossenen Tränenkanälen. Im OP kann man durch sehr große Bildschirme und ein zweites Binokular extra für die Studenten sehr viel sehen, allerdings ist eine Staroperation beim dritten Mal in Folge auch nicht mehr besonders interessant. Insgesamt ist die Organisation als sehr gut zu bewerten, weil durch die klare Aufteilung jeder die gleiche Chance hat etwas zu sehen und zu lernen.

Klausur
In der Klausur muss man anhand verschiedener projizierter Bilder eine Blickdiagnose stellen. Hierzu ist es sehr hilfreich, sich die Bilder und Anmerkungen auf der Homepage der Uni Graz (http://elearning.studmed.unibe.ch/augenheilkunde/pruefung/index.html) anzuschauen. Eine genaue Zeitvorgabe zur Beantwortung der Fragen gibt es nicht, Professor Holz macht diese von der Ruhe bzw. Unruhe im Hörsaal abhängig. Zum Ende der Klausur stehen noch einmal ein paar Minuten für Korrekturen zur Verfügung. Es gibt seit einem Jahr eine MC-Klausur, was die Blickdiagnose erheblich vereinfacht. Die Zusatzfragen sind aber teilweise knifflig und machen einen Blick in das Skript lohnenswert.

Dermatologie

Vorlesung
Bei der Vorlesung kommt es mal wieder sehr auf den Dozenten an. Die meisten Dozenten sind wirklich sehr freundlich und lehren sogar dann nach besten Kräften, wenn sich nur wenige Studenten im Hörsaal befinden.

Blockpraktikum
Im Dermatologiepraktikum kommt es den Assistenz- und Oberärzten einmal wirklich darauf an, dass wir etwas fürs Leben und den späteren medizinischen Alltag lernen. Nach wirklich freundlichem Empfang am ersten Tag waren alle sehr bemüht uns die wichtigsten Krankheitsbilder zu erklären und wenn möglich zu zeigen. Ziel der Dermatologen, die sich durchaus darüber im Klaren sind, dass wohl nur ein kleiner Teil von uns später in ihrer Disziplin arbeiten wird, war es, uns beizubringen, wie wir auch als angehende Chirurgen oder Neurologen einen gefährlichen von einem harmlosen Befund unterscheiden und entsprechend präzise am Telefon durchgeben können. Es wurde erstmals ein Plan für jeden Studenten gefertigt, der uns ermöglichen sollte alle Gebiete der Dermatologie zu besuchen (Ambulanz, Allergologie, Lichttherapie, Phlebologie, Andrologie, OP. Der Tag in der Dermatologie beginnt um 8:00Uhr auf Station und wird mit einem einstündigen Seminar (von 11 bis 12Uhr) abgeschlossen. Bei diesem wird auch ein hilfreiches Skript ausgeteilt, das zum Verständnis der Erkennung und Behandlung verschiedener Hautkrankheiten beiträgt. Neu hinzugekommen ist das Schreiben einer Epikrise. Man wird einem/r Assistenzarzt/ärztin zugeteilt, der/die einem einen Patienten zuweist über den man einen ausführlichen Arztbrief schreiben muss. Die Epikrise zählt ein Drittel der Note und hat bei einigen die Note auch verschlechtert, weswegen sich die Mühe lohnt diese so gut wie möglich zu verfassen.

Klausur
Da die Klausur nun nicht mehr altfragenorientiert ist lohnt der Blick ins Lehrbuch. Das Skript der Dermatologen ist sehr ausführlich und sehr gut zur Vorbereitung der Klausur geeignet. Für Kolibris der Dermatologie ist allerdings immer noch das Lehrbuch zu konsultieren! Die Fragen der Klausur orientieren sich an GK-Fragen und sind alle mit einem Fall verbunden. Zwar hat man genug Zeit, aber die 60 Fälle waren wegen des Textumfanges doch recht zermürbend.

Querschnittsbereich Infektiologie
Es gibt einmal in der Woche einen 45 minütigen Kurs der eure Kenntnisse der Infektiologie vertiefen soll. Es läuft ähnlich ab wie in der Schule. Am Anfang wird die Anwesenheit kontrolliert und dann fängt der FrontalUnterricht an. Das Fach wird von der Virologie und vom IMMIP veranstaltet. Wenn IMMIP Termine auf dem Plan stehen, kann es sein, dass Frau Moser persönlich kontrolliert, wer da ist. Die Dozenten sind bemüht den doch recht trockenen Stoff gut zu vermitteln. Die Klausur besteht aus 10 Fragen, die in 10 Min beantwortet werden müssen. Die Fragen der Klausur orientieren sich nicht immer am gehaltenen Seminar, sind bis auf ein paar Exoten aber mit dem Wissen der letzten zwei Semester gut zu beantworten!

Spezielle Pathologie Mikroskopierkurs
Man hat im dritten und vierten Semester Spezielle Pathologie mit einer Präparate-Klausur im dritten und einer Vorlesungs-Klausur im vierten Semester. Es findet einmal in der Woche eine Vorlesung. Die Folien wurden alle bei Ecampus reingestellt. Der Inhalt ist für die Klausur im dritten Semester nicht direkt relevant. Wichtig ist der Mikroskopiekurs einmal in der Woche, in demthemenweise jeweils ca. 10-15 Präparate durchgenommen werden. Die Dozenten sind engagiert und versuchen den Inhalt mit zusätzlichen klinisch relevanten Aspekten zu würzen. Die Präparate sind auf der Seite der Pathologie online gestellt. Zusätzlich gibt es zwei Freitagstermine, bei denen man einmal in einer kleinen Gruppe an einem Diskussionsmikroskop Präparate bespricht und einen Makrokurs. Beide sind richtig gut und nicht so trocken wie der normale Kurs.